FUNKE Hamburger Wochenblatt Kalenderwoche 31
LOKALES
Der Kern unseres Glaubens
Aus Gnade seid ihr gerettet durch
Glauben, und das nicht aus euch:
Gottes Gabe ist es. Epheser 2,8
Für den Reformator Martin Luther war Gnade ein zentraler Begriff in seinem persönlichen Glaubensleben. Bei seiner Suche nach
einer Antwort auf die Frage: Wie
bekomme ich einen gnädigen
Gott? kam er zu dem Ergebnis,
dass er von sich aus vor Gott kein
vollkommener Mensch und Christ
werden konnte. Mochte er sich
auch noch so anstrengen, alle diesbezüglichen Versuche waren zum
Scheitern verurteilt.
Die Einsicht, dass er hier selbst
nichts ausrichten konnte, führte
Jürgen Wehrs, Kirchengemeinde Meiendorf-Oldenfelde E-mail: juergen.wehrs@gmx.de
Privat / WB
Sonnabend, 1. August 2026
ihn zu der Erkenntnis, dass er sich
Gottes Gnade nicht verdienen
konnte. Sie wurde ihm von Gott
geschenkt.
Diese Erkenntnis wurde zu einer
tragenden Säule seines Glaubens:
Sola gratia, (allein aus Gnade). Das
führte dazu, dass sich Luther nicht
mehr um verlorener Liebesmüh
willen abstrampeln musste. Er
durfte sich auf die Gnade Gottes
verlassen, die ihn nicht zu Fehlleistungen ermunterte, aber ihm verzieh und bei aller Unvollkommenheit neue Kraft schenkte, wenn er
um Vergebung bat. Das war ein Befreiungsakt. Wer seine Fehler, sein
Versagen, seine Schuld bei Jesus
abladen kann, darf auf Vergebung
hoffen.
Ist das für uns heute eigentlich
noch ein Thema? Brauchen wir
noch einen gnädigen Gott? Bei eigenen Fehlleistungen und eigenem
Versagen suchen wir die Schuld
gern bei anderen. Irgendein Sündenbock lässt sich immer finden.
Nur damit weichen wir dem Problem aus und belügen uns möglicherweise selbst, wenn wir es mit
dem Glauben ernst meinen. Es
macht den Kern unseres Glaubens
aus, wenn wir uns für die Gnade
und Liebe Gottes öffnen können
und wollen. Jürgen Wehrs
Tödliche Messerstiche - Mordkommission ermittelt
24-Jähriger erliegt seinen schweren Stichverletzungen.
Rainer Glitz
Farmsen-Berne. Am Tag nach der Tat
weist nichts mehr auf die tödlichen Messerstiche und den folgenden Großeinsatz von Polizei und
Rettungsdienst hin. Am U-Bahnhof Berne ist es am Sonnabend um
22:47 Uhr laut Polizei im Bereich
Berner Heerweg zu einem Streit
zwischen vier Männern gekommen. Die Auseinandersetzung eskalierte. Die Männer gingen offenbar mit Messern aufeinander los,
es fielen Schüsse aus einer Schreckschusswaffe. Dann wurden ein 24-
Jähriger und ein 19-Jähriger mit
einem Messer niedergestochen.
Der Jüngere schleppte sich noch
bis in die Berner Koppel. Beide erlitten lebensgefährliche Verletzungen und wurden unter Begleitung
eines Notarztes ins Krankenhaus
gebracht. Der 24-Jährige erlag dort
wenig später seinen schweren
Stichverletzungen.
Der 19-Jährige wurde notoperiert, sein Zustand hat sich laut Polizei danach stabilisiert. Noch während des Rettungseinsatzes begann die Polizei mit einer Sofortfahndung in Farmsen-Berne. Daran beteiligten sich mehr als ein
Dutzend Streifenwagen. Ein Mann
war laut Zeugenaussagen mit einem Taxi vom Tatort geflüchtet. Er
konnte wenig später festgenommen werden. Bei dem 22-jährigen
Ungarn fanden die Beamten mehrere Messer und eine Schreckschusspistole. Die Identität des
vierten Beteiligten war zunächst
unklar, die Mordkommission hat
die Ermittlungen übernommen.
Noch in der Nacht wurde der Tatort akribisch nach Spuren untersucht.
Das Kriseninterventionsteam
des Deutschen Roten Kreuzes
kümmerte sich vor Ort um Zeuginnen und Zeugen sowie Angehörige
der Opfer. Die Hamburger Polizei
sucht nun Zeuginnen und Zeugen
der Tat. Der genaue Ablauf der
tödlichen Auseinandersetzung ist
noch unklar. Möglicherweise stammen die Beteiligten aus der Drogenszene. Erst mehrere Schüsse
im bürgerlichen Bramfeld, jetzt eine tödliche Gewalttat in Berne.
Das sind keine Brennpunkte, sondern ruhige Wohnviertel, sagt der
CDU-Bürgerschaftsabgeordnete
Sandro Kappe. Unzählige verunsicherte Bürger hätten ihn bereits
kontaktiert. Der Senat muss diese
Entwicklung ernst nehmen und
endlich handeln. Die Menschen
müssen sich in ihrem Stadtteil sicher fühlen können, so Kappe.
Franziska Hoppermann wird
CDU-Generalsekretärin
Hoher Posten für Hamburgerin
Rainer Glitz
Hamburg/Berlin. Im Rahmen der Personalwechsel im Bundeskabinett
im Nachgang des Rücktritts von
Unions-Fraktionschef Jens Spahn
rückt eine Hamburgerin weiter ins
Licht der Öffentlichkeit. Die
Wandsbeker Bundestagsabgeordnete Franziska Hoppermann wird
neue Generalsekretärin der Bundes-CDU. Als Bundesschatzmeisterin arbeitete sie bislang im Hintergrund, war damit aber zugleich
Mitglied des CDU-Präsidiums. Nun
folgt die 44-Jährige aus Volksdorf
auf Vorschlag des CDU-Vorsitzenden und Bundeskanzlers Friedrich
Merz auf Carsten Linnemann, der
als Bundesgesundheitsminister
vorgesehen ist.
Die gelernte Diplomkauffrau
sitzt seit 2021 für den Wahlkreis
Hamburg-Wandsbek im Bundestag. Sie gehört dem Haushaltsausschuss und dem Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung
an. Außerdem leitet sie die Enquete-Kommission Corona. Von 2004
bis 2021 war Hoppermann Mitglied der Bezirksversammlung
Wandsbek, von 2019 bis 2021 Vorsitzende der CDU-Fraktion. Hamburgs CDU-Landesvorsitzender
Dennis Thering hat Franziska
Hoppermann zu ihrem neuen Amt
als CDU-Generalsekretärin gratuliert. Dass eine Hamburgerin
Der U-Bahnhof Berne ist zum Tatort geworden.
Franziska Hoppermann ist neue Generalsekretärin der Bundes-CDU.
Rainer Glitz / RG
künftig eine so zentrale Rolle in
unserer Bundespartei übernimmt,
erfüllt mich mit großer Freude
und Stolz, sagte er. Die CDU
Deutschlands gewinne mit ihr eine
starke Stimme. Sie steht für eine
moderne, zugewandte und leistungsstarke CDU, die Vertrauen
schafft und Zukunft gestaltet, so
Thering weiter.
Auf ihrer Internetseite schreibt
Franziska Hoppermann, die Wahl
zur CDU-Generalsekretärin sei für
sie eine große Ehre: Politik ist für
mich kein Geschäft. Politik ist
Dienst - an den Menschen, an unserem Land und an der Zukunft
Deutschlands. Gerade in herausfordernden Zeiten braucht es Orientierung statt Ideologie.
Tag der Vielfalt mit
Gottesdienst und Konzert
Sechs Jahre Hammer Park e.V.
Steilshoop. Am Sonntag, 2. August,
lädt die Martin Luther King-Kirche Steilshoop, Gründgensstraße
28, zu einem Tag der Vielfalt ein.
Um 11 Uhr findet ein Gottesdienst
zum diesjährigen Christopher
Street Day mit dem CSD-Motto
Solidarisch queer. Haltung zeigen
- für eine Zukunft ohne Angst
statt. Um 19 Uhr steht das Konzert
der String Company aus Erfurt
auf dem Programm. Ihr stilistisches und musikalisches Repertoire, das von Klezmer, Gipsy
Swing, Folk und Chansons sowie
Eigenkompositionen reicht und
auch in der jeweiligen Originalsprache performt wird, drückt kulturellen Reichtum auf eine einzigartige Weise aus. Eintritt ist frei,
Spenden sind erwünscht. (wb)
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Rainer Glitz / RG
Tag der Vielfalt am 2. August in der
Martin Luther King-Kirche mit einem
Konzert der String Company.
String Company / WB
Andreas Fraude
Hamm. Wir sind ein Verein der
Vereine auf diesen Nenner
bringt der Vorsitzende Jens Wolters das Wirken und die Zielrichtung seines Hammer Park e. V.,
der sich vor sechs Jahren, mitten
in der Pandemie-Phase, gründete.
Der Verein ist so etwas wie ein
Entmischungsprodukt des früheren
Beteiligungsverfahrens
Mitte machen Hammer Park,
an dem Jens Wolters auch schon
sehr aktiv mitgewirkt hat. Vor der
Vereinsgründung hätten die Akteure der im Hammer Park Stadion aktiven Sportarten Fußball,
Leichtathletik, Laufveranstaltungen sehr konträr zueinander
gestanden, erinnert er sich. Das
Konzept sei nun, die vormals trennenden Aspekte zu einem gemeinsamen Auftritt (nach außen) zusammenzuführen.
Verein der Vereine es verwundert nicht, dass Jens Wolters,
der auch Vizepräsident des Stadtteil-Fußballvereins Hamm United
ist, als Vorsitzender von Hammer
Park e. V. zuvörderst den Sport
und das Stadion im Blick hat. Kein
Zufall ist daher, dass der Vorstand
durch Rudolf Schuster vom Turnerbund Hamburg-Eilbeck e. V.
als 2. Vorsitzender sowie Karsten
Schölermann vom in Borgfelde ansässigen Veranstalter BMS Die
Laufgesellschaft als Schatzmeister
komplettiert werden. Der Fokus
liege auf dem Stadion, aber auch
der Rest des Parks werde mitge-
Jens Wolters ist Vorsitzender des Hammer Park e.V. und gleichzeitig Vizepräsident vom Hammer Fußballverein
Hamm United.
Andreas Fraude / WB
dacht, so formuliert es Wolters
freimütig. Das entspricht auch
dem Satzungszweck, denn dort
ist noch die Förderung der Jugendhilfe, aber auch von Kunst
und Kultur festgeschrieben, hier
konkret die Organisation von
Auftrittsmöglichkeiten für Jugendchöre und andere Musikgruppen. Jens Wolters betrachtet den
Verein als soliden, verlässlichen
Partner mit einem sehr guten
Draht zu führenden Personen in
der Bezirksversammlung, im Bezirksamt und in der Hamburgischen Bürgerschaft. Es gebe
schnelle Kommunikationswege,
um Informationen und Wünsche
aus dem Stadtteil an die entscheidenden Stellen weiterzugeben. An
den Ergebnissen der Grundsanierung und Modernisierung des
Hammer Park Stadions hatte der
Verein dann auch seinen Anteil,
primär durch die Herstellung von
Öffentlichkeit. Hier habe auch der
in Hamm politisch beheimatete
Dirk Kienscherf als Vorsitzender
der SPD-Bürgerschaftsfraktion
viele Möglichkeiten gehabt, etwas
zu erreichen. Wolters pflegt auch
ein gutes Verhältnis zu Stefanie
Blaschka, der Hammer CDU-Bürgerschaftsabgeordneten. Seit einiger Zeit beschwert sich Jens Wolters darüber, dass die bauliche
Fertigstellung eines neuen Restaurants auch nach vielen Jahren und
Ankündigungen immer noch nicht
verwirklicht wurde. Das unmittelbar an das Stadion angrenzende
Gebäude, welches ehemals das Lokal Hammerpark beherbergte,
verfällt zusehends. Dabei seien die
notwendigen Voraussetzungen für
eine Realisierung wohl längst gegeben. So hieß es seitens des Bezirksamtes jüngst wieder, dass
der Fortführung der Maßnahmen
nichts entgegenstehe. Wolters
hat hier inzwischen jeder Optimismus
verlassen.
Dieser
Schwebezustand begleitet den
Verein nun bereits seit seiner Entstehung. Vieles andere konnte
aber dank tätiger (Mit)Hilfe
durch den Hammer Park e. V.
auf den Weg gebracht werden.
Das jüngst grundsanierte und modernisierte Hammer Stadion steht insbesondere im Fokus des Wirkens von
Hammer Park e.V. Andreas Fraude / WB
WANDSBEK EILBEK DULSBERG MARIENTHAL JENFELD TONNDORF Hamburger Wochenblatt Verlag: 040/554472730 Kleinanzeigen: 040/554472770 Nr. 31 1. August 2026 5 Ein Titel der FUNKE Mediengruppe Das Leben der Bäume Wandsbek. Der Botanische Sondergarten Wandsbek lädt Kinder im Alter von sechs bis zw
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